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Gardinenstoffe

Gardinen gibt es aus ganz verschiedenen Stoffen. Hinsichtlich ihrer Qualität unterscheiden sie sich deutlich von einander. Nicht nur Farbe und Musterung eines Stoffes spielen bei der Auswahl der Gardine eine Rolle. Natürlich sollte sie auch zur Einrichtung passen. Dank einer großen Auswahl an unterschiedlichen Modellen stellt dies aber das kleinste Problem dar.

Je nachdem, für welchen Raum eine Gardine vorgesehen ist, muss der Stoff, aus dem sie besteht, unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Blickdichte und lichtundurchlässige Stoffe finden häufig im Schlaf- oder Kinderzimmer Verwendung, wohingegen transparente Stoffe gerne im Wohn- und Essbereich genutzt werden. Während die einen primär eine Funktion erfüllen und sowohl als Sichtschutz als auch zur Verdunkelung zum Einsatz kommen, dienen die anderen vor allem dekorativen Zwecken. Stoffe, die weder transparent noch vollständig blickdicht sind, bezeichnet man übrigens als Inbetween.

Gardinenstoff

Aber auch andere Kriterien sollten bei der Wahl des richtigen Gardinenstoffes berücksichtigt werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Pflegeeigenschaften des Materials. Viele Stoffe sind nicht für die Waschmaschine geeignet und müssen daher mit der Hand gewaschen oder chemisch gereinigt werden. Naturfasern laufen in der Waschmaschine gelegentlich ein, andere Stoffe färben aus. Achten Sie daher bei der Auswahl Ihres Stoffes darauf, dass dieser farbecht ist. Weiterführende Informationen zur Gardinenpflege finden Sie hier.

Auch die Dichte des Stoffes sollte bei der Auswahl von Gardinen nicht vernachlässigt werden. Leichte Gardinenstoffe sind die optimale Wahl für Gardinen Stores. Die luftigen Materialien lassen sich einfach raffen und verleihen Ihren Wohnräumen Frische und Leichtigkeit. Für lange Vorhänge sind schwerere Stoffe oft die bessere Alternative, da sie sich leichter in Form bringen lassen und einen anderen Fall aufweisen.

Naturfaser oder Kunstfasern?

Bei der Herstellung von Gardinen finden sowohl Naturfasern als auch Kunstfasern Verwendung. Beide Materialien haben Vor- und Nachtteile, die sich gegeneinander abwägen lassen.

Gardinen aus Naturfaser

Naturfasern werden aus pflanzlichen oder tierischen Materialien gewonnen. Eine chemische Veränderung der Fasern bleibt dabei aus. Typisch für Stoffe aus Naturfasern sind kleine Unebenheiten, die ihnen ihre charakteristische Oberfläche verleihen. Grundsätzlich sind Naturfaserstoffe weniger flexibel als jene aus synthetischen Fasern. Beim Waschen laufen sie leichter ein und neigen zudem auch zum Knittern.

  • Die Baumwolle zählt zu den beliebtesten Naturfasern auf Pflanzenbasis. Gewonnen wird die raue Faser aus der Baumwollpflanze. Da sie sich einfach zu verschiedenen Stoffen weiterverarbeiten lässt, ist sie sehr abwechslungsreich einsetzbar. Zu ihren positiven Eigenschaften gehören ihre Reißfestigkeit, ihre Saugfähigkeit und ihre Strapazierfähigkeit. Baumwollgewebe lassen sich gut bedrucken und einfärben. Sie sind pflegeleicht, neigen allerdings dazu, beim Waschen einzulaufen und unter direkter Sonneneinstrahlung auszubleichen. Auch ist Baumwolle anfällig für Knitter.

  • Eine weitere Naturfaser ist Leinen. Gewonnen aus der Flachspflanze zählt sie zu den ältesten Materialien, die zur Textilherstellung verwendet werden. Sie lässt sich zu verschiedenen Stoffen unterschiedlicher Qualität verarbeiten. Ihre glatte und feste Oberfläche zeichnet sich durch einen matten Glanz aus. Je nach Verarbeitung können Leinenstoffe sowohl rustikal als auch elegant wirken. Die antistatische Wirkung des Stoffes macht Textilen aus Leinen wenig anfällig für Schmutz. Das Material bildet keine Flusen, ist reißfest und verfügt über eine gute Haltbarkeit. Allerdings knittert Leinen leicht und lässt sich nicht so gut drapieren.

  • Seide gehört ebenfalls zu den Naturfasern und wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen. Sie ist die feinste Naturfaser und zeichnet sich durch ihre weiche und glänzende Oberfläche aus. Sie verfügt über eine gute Festigkeit und lässt sich einfach einfärben. Da sie sich Wasser gegenüber sehr empfindlich zeigt, ist sie allerdings nicht sonderlich pflegeleicht. Soweit auf dem Etikett nicht anders empfohlen, sollten Seidengardinen grundsätzlich vorsichtig mit der Hand gewaschen oder chemisch gereinigt werden. Bei starker Sonneneinstrahlung neigt Seide zum Ausbleichen.

  • Auch Wolle zählt zu den Naturfasern. Wie Seide basiert auch sie auf tierischen Materialien. Die groben Fasern weisen eine wellenförmige Struktur auf, sie sind elastisch und neigen nicht zum Knittern. Das strapazierfähige Material ist wenig anfällig gegenüber Schmutz und lässt sich einfach einfärben. Allerdings läuft Wolle beim Waschen leicht ein.

Gardinen aus Kunstfasern

Im Gegensatz zu den Naturfasern werden Kunstfasern nicht ausschließlich aus natürlichen Materialien gewonnen. Man unterscheidet zwischen zellulosen Fasern, dabei handelt es sich um chemisch veränderte Naturstoffe, und synthetische Fasern, welche auf Erdöl- oder Erdgasbasis hergestellt werden. Ihr Vorteil gegenüber Naturfasern besteht darin, dass sich ihre Zusammensetzung je nach Bedarf ändern und sich so ausgezeichnet an die jeweilige Situation anpassen lässt. Ein Nachteil, den synthetische Fasern aufweisen, besteht darin, dass sie sich elektrostatisch aufladen können.

    Gardinenstoff aus Kunstfasermix
  • Eine der synthetischen Fasern ist Polyamid. Sie zeichnet sich durch hohe Elastizität und Reißfestigkeit aus. Die pflegeleichten Stoffe sind strapazierfähig, trockenen schnell und knittern nicht. Stoffe aus Polyamid sind leicht und fein.

  • Polyester stellt eine der abwechslungsreichsten Synthesefasern dar. Aufgrund ihrer enormen Strapazierfähigkeit ist die elastische Faser sehr beliebt und weit verbreitet. Sie nimmt Schmutz nur schwer auf, neigt weder zum Einlaufen noch zum Verformen und lässt sich leicht einfärben. Weitere Vorteile bestehen in ihrer kintterarmen und lichtbeständigen Oberfläche.

  • Zu den zellulosen Kunstfasern gehört Viskose. Je nach Bedarf kann die Oberfläche dieser Faser chemisch verändert werden, so dass sie sowohl in glänzender oder matter Qualität erhältlich ist. Abhängig von der Bearbeitung weist Viskose daher Ähnlichkeiten mit Baumwolle, Wolle oder Seide auf. Der weiche fließenden Stoff lässt sich gut einfärben und lädt sich nicht elektrostatisch auf. Allerdings ist er empfindlich gegenüber Wasser und neigt zum Einlaufen oder zu Verformung.

Gardinenstoffarten

Aus den unterschiedlichen Faserarten lassen sich verschiedene Stoffarten herstellen. Dabei kann ein und dieselbe Stoffart sowohl aus Naturfasern als auch aus Kunstfasern bestehen. Auch Mischgewebe werden zur Herstellung von Gardinenstoffen verwendet.

Gewirkt oder Gewebt

Bei der Herstellung von Gardinenstoffen unterscheidet man zwischen gewebten und gewirkten Stoffen. Gewebe sind in der Regel dichter als Gewirke.

Einige gängige Gardinenstoffarten

Unter Ausbrenner versteht man einen leichten Stoff, der teilweise transparent und teilweise blickdicht ist, und zu den Inbetween-Stoffen zählt. Er besteht aus zwei unterschiedlichen Gewebearten. Meist ist eine davon eine Naturfaser und die andere eine synthetische Faserart. In einem aufwändigen chemischen Verfahren wird ein Muster mit einer chemischen Substanz aufgetragen, die den aus Naturfaser bestehenden Stoff an bestimmten Stellen wegätzt. Auf diese Weise entsteht ein interessantes, transparentes Durchbruchmuster.

Gardinenstoff auf Batist

Batist bezeichnet einen dicht gewebten Stoff. Meist ist er aus Baumwolle oder Viskose gefertigt. Es sind aber auch Varianten aus synthetischen Fasern oder Mischgarnen erhältlich. Das feinfädige Gewebe ist leicht und duftig.

Ein sehr luxuriöser Stoff ist Brokat. Der schwere, gewebte Stoff wurde früher meist aus Seide hergestellt. Heute ist er aber auch aus Baumwolle oder Kunstfasern erhältlich. Ein charakteristisches Merkmal von Brokat ist die reiche Musterung auf mattem Grund, bei deren Herstellung oft auch Silber- oder Goldfäden mitverarbeitet werden. Das strapazierfähige und pflegeleichte Material eignet sich am besten für schwere Vorhänge.

Chenille besteht aus einem zweifädrigen flauschigen Garn. Durch die abstehenden Fasern dieses Garns erhält der Stoff eine weiche, Samt ähnliche Oberfläche. Leichte Unregelmäßigkeiten sind dabei durchaus gewollt. Chenille kann sowohl aus Baumwolle, Seide und Leinen hergestellt werden, als auch aus Mischgeweben. Der dichte Stoff ist robust und strapazierfähig und eignet sich gut für Vorhänge.

Ein zarter und transparenter Stoff ist Chiffon. Das feinfädige Gewebe besteht meist aus Seide oder Kunstseide. Seine feine Oberfläche weist eine leicht unregelmäßige Struktur auf. Durch die Verwendung von stark verdrehten Garnen erhält Chiffon einen körnigen Griff. Das durchsichtige Material eignet sich hervorragend als Dekostoff für Gardinenschals.

Unter Crash versteht man einen Stoff in Knitteroptik. Dieser wird durch eine Hitzebehandlung erreicht. Um die verknitterte Oberfläche des Stoffes aufrechtzuerhalten, sollte er nicht gebügelt werden.

Crêpe bezeichnet eine kreppartige Gewebeart mit gekräuselter Oberfläche. Sein charakteristisches Erscheinungsbild erhält der Stoff während des Webvorgangs, bei dem das Garn in unterschiedliche Richtungen gedreht wird. Man unterscheidet zwischen echtem Seiden-Crêpe und unechten Crêpe-Geweben. Bei letzteren wird die Struktur durch eine Hitzebehandlung erzielt. Der feine, blickdichte Stoff weist eine schimmernde Oberfläche auf.

Transparente Gardine mit Jacqurad Muster

Als Jacquard bezeichnet man einen Stoff, der mit großflächigen Webmustern versehen ist. Der als Grund dienende Stoff kann sowohl gewebt als auch gewirkt sein. Er weist dabei meist eine dichte Qualität auf. Es gibt aber auch Jacquard Muster auf transparenten Stoffen.

Marquisette ist ein engmaschig gewebter Stoff, der eine gitterartige Struktur aufweist. Bei seiner Herstellung finden häufig Baumwolle oder synthetische Fasern Verwendung. Marquisette zeichnet sich durch Feinheit, Luftigkeit und einen weichen, fließenden Faltenwurf aus. Je nach verwendeten Fasern neigt der transparente Stoff zum Einlaufen.

Unter Microfaser versteht man Kunstfaserarten, die einen bestimmten Durchmesser nicht überschreiten. Diese modernen Fasern bestehen meist aus Polyester und werden zu einem leichten Gewebe weiterverarbeitet. Die weichen Stoffe sind äußerst strapazierfähig und formbeständig.

Einer der feinsten Gardinenstoffe ist Organza. Das transparente und schillernde Gewebe lässt sich sowohl aus Natur- als auch Kunstfasern herstellen. Die Oberfläche des hauchdünnen Stoffes weist einen körnigen Griff auf und ist etwas steif. Organza neigt zum Knittern, dies erzeugt aber unter Umständen interessante Effekte, die so beabsichtigt sind.

Gardinenstoff aus Samt

Als Samt wird ein edles Gewebe mit einem zwei bis drei Millimeter langen Faserflor bezeichnet. Ursprünglich wurde der blickdichte Stoff aus Seide hergestellt, heute finden aber auch häufig Baumwolle oder Kunstfasern bei der Herstellung Verwendung. Je nach Lichteinfall und verwendetem Material verändert sich das optische Erscheinungsbild des Samtes. Der weiche Stoff eignet sich hervorragend für schwere Vorhänge.

Satin ist ein Stoff mit einer glatten, glänzenden Oberfläche und einer matteren Unterseite. Das dichte Gewebe lässt sich aus unterschiedlichen Fasern herstellen. Sowohl Seide und Baumwolle als auch Kunstfasern kommen dabei zum Einsatz. Die Schwere des Stoffes, der Grad des Glanzes und ob er steif oder fließend ist, hängt von den verwendeten Materialien ab. Satin eignet sich hervorragend, um glänzende Akzente zu setzen, etwa als Verzierung der Unterkante eines Stores.

Spitze bezeichnet einen Stoff mit durchbrochenen Flächen, durch die ein feines Muster entsteht. Es gibt zahlreiche Varianten des meist weißen Spitzenstoffes, die sich bezüglich ihrer Qualität und ihrer Musterung deutlich voneinander unterscheiden. Hierzu zählen zum Beispiel Häkelspitze, Tüllspitze oder Klöppelspitze.

Unter Taft versteht man einen relativ steifen, matt glänzenden Stoff. Hergestellt wird das feste Gewebe aus Seide oder synthetischen Fasern. Abhängig vom Lichteinfall kann sich die Farbe des Stoffes leicht verändern. Er eignet sich gut als Material für Dekoschals und wirkt durch seine glänzende Oberfläche sehr edel.

Stoffe mit einer netzartigen Oberfläche bezeichnet man als Tüll. Das leichte und duftige Gewebe ist in den unterschiedlichsten Qualitäten erhältlich. Je nach Stärke und Feinheit des verwendeten Garnes und des Herstellungsverfahren unterscheidet man zwischen verschiedenen Tüllarten, hierzu zählen beispielsweise Architektentüll, Bobinettüll oder Erbtüll. Dank seiner Transparenz eignet sich der Stoff sehr gut zur Herstellung von Stores.

Gardinenstoff aus Voile mit Satinbändern

Voile ist ein feines halbtransparentes Gewebe mit weichem Faltenfall. Der feinfädige, leichte Stoff wird meist aus Baumwolle oder Kunstfasern hergestellt. Das schleierartige Gewebe weist eine leicht unregelmäßige Oberfläche und einen körnigem Griff auf. Wegen seiner Lichtdurchlässigkeit lässt es sich gut für Stores oder Raffrollos nutzen.

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